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grafik-zu-text Mitten in der Frankfurter City...  
... zwischen Bleichstrasse, Stephanstrasse und Schäfergasse in unmittelbarer Nähe und um die Peterskirche, die seit 2007 als Jugend- und Veranstaltungskirche unter dem Namen "jugend-kultur-kirche sankt peter" besteht, liegt der historische, städtische Begräbnisplatz vom 15. Jahrhundert: DER PETERSKIRCHOF. Der wohl bekannteste, hier zu findende Name ist 'Goethe'. Nicht der in Frankfurt am Main geborene Dichter Johann Wolfgang von Goethe ist hier begraben, sein Grab befindet sich auf dem Historischen Friedhof in Weimar. Seine Eltern jedoch, der Jurist Johann Caspar Goethe (1710-1782) und Catherina Elisabeth Goethe, geb. Textor (1731-1808) wurden auf dem hiesigen Friedhof beigesetzt. Die heutige Größe des Terains entspticht nicht mehr der Originalgröße des Friedhofs und ist durch die Frankfurter Stadtplaner im laufe der Zeit nach der Auflassung (1828) um einiges geschrumpft worden.

Die Peterskirche (2004)
Eine erste Peterskapelle stand an der Schäfergasse in der Nähe der Friedberger-Pforte, errichtet um 1382. In den Jahren 1892-1895 wurde die Kirche auf dem Peterskirchhof als damaliges größtes evangelische Gotteshaus in Frankfurt/Main errichtet. Zerstört wurde die Kirche in den Bombennächten des Krieges im März 1944. Der Wiederaufbau begann 1961 und endete am 4. Juni 1965.

Erhaltenswerte Denkmale
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Oben: Die Kreuzigungsgruppe vom Mainzer Bildhauer Hans Backoffen. Das durch Kriegseinwirkung stark beschädigte Denkmal ist im Original im Museum. Heute steht vom Bildhauer Edwin Hüller eine Kopie auf dem Sockel. 1979 wurde die Christusfigur erneut stark beschädigt. Der Peterskirchhof in Frankfurt am Main ist der älteste noch erhaltene christliche Friedhof, auf dem von 1418-1828 bestattet wurde. Hier sind die Grabstätten von Goethes Eltern, der Familie Textor, Merian und vieler bekannter Frankfurter Familien. Seit dem 30. Juni 1828 finden hier keine Bestattungen mehr statt. Die damalige völlige Überbelegung und die damit verbundenen Probleme machten eine Schließung des Totenreiches unumgänglich. Heute, nach mehrfacher Umgestaltung ist der Peterskirchhof als schöner, kleinräumiger Ruhegarten erschlossen.
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Chronologie Zeitplan historischer Ereignisse um den Peterskirchhof in Frankfurt am Main
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Spätes 14. Jahrhundert Erste Kapelle in der nördlichen Neustadt unweit der Friedberger Pforte.
1417 Renovierung und Ausbau der Kirche durch die Patrizier Johann Ockstadt und Jakob Humbracht.
1418 Kardinal Cusanus entscheidet, dass St. Peter keine eigene Pfarre erhält, sondern in Abhängigkeit vom Dom verbleiben soll. Die Kirche erhält aber einen eigenen Taufstein und einen Friedhof.
1453 Erst nach Drohungen des Rats wird der Cusanusbeschluss vom Bartholomäusstift durchgeführt. So entstehen die Dreikönigskirche in Sachsenhausen und St. Peter in der Neustadt. Erster Pfarrer: Johannes Lupi.
1503 / 08 Die erste Friedhofserweiterung wird geweiht.
1511 Aufstellen der Kreuzigungsgruppe von dem Bildhauer Hans Backoffen aus Mainz.
1531 Die Reformation erreicht die Peterskirche. Erster lutherischer Pfarrer: Johann Celarius. Es wird bestimmt, dass der Friedhof nur von Lutheranern und Reformierten benutzt werden darf.
1641 Die zweite Friedhofserweiterung ist in voller Ausdehnung von Stiftern zusammengekauft.
1746 Die dritte Erweiterung wird eingeweiht.
1771 Erneuerung der Kirche. Es werden vor allem neue Inneneinrichtungsgegenstände angeschafft.
1812 Erste katholische Leiche am 6. Juni 1812 auf dem Peterskirchhof bestattet
1828 Auflassung des Peterskirchhofs zugunsten des neuen Hauptfriedhofs im Norden der Stadt.
1858 Umgestaltung des Friedhofs in einen englischen Landschaftspark von Sebastian Rinz. Danach folgt die schrittweise Öffnung des Friedhofs für Passanten.
1888 Aufstellen des Kriegerdenkmals für die Gefallenen von 1870/71.
1895 Fertigstellung der neuen Peterskirche auf dem Friedhof. Es folgt der Abriss der alten Kirche an der Kreuzung "Alte Gasse" und "Schäfergasse".
1904 Durchbruch der Stephanstrasse. Danach allmähliches Planieren und Überbauen des südlichen Teils des Friedhofs. Umsetzen der Kreuzigungsgruppe in die Sichtachse Kriegerdenkmal – neue Kirche.
1910 Beauftragung Dr. Joseph Schlippes, TH Darmstadt, Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen vorzunehmen.
1944 Vollständiges Ausbrennen der Kirche bei einem Bombenangriff durch Alliierte. Durch Kriegseinwirkungen sind ca. 75 Grabsteine zerstört und weitere beschädigt worden. In der Nachkriegszeit werden viele Metallteile von (organisierten) Dieben entwendet. Dazu gehören vor allem die Wetterdächer und Bronzeteile von den Grabstätten. Der Verfall schreitet in großem Umfang voran.
1952 In einem Zeitungsartikel wird der Friedhof als Müllkippe bezeichnet.
1961 Prof. Schlippe wird beauftragt, eine Dokumentation des Peterskirchhofs zu schreiben.
1965 Wiedereinweihung der aufgebauten Kirche.
1979 Bildhauer Hüller rekonstruiert die Kreuzigungsgruppe.
1999 Zum Goethejubiläum werden einige Grabmäler restauriert.
2002 Schließung der Kirche. Der Umbau zur Jugendkulturkirche beginnt.
2004 Im Februar 2004 erscheint die Broschüre (ca. 65 Seiten) von Björn Wissenbach: "Der Peterskirchhof"
Beginn der Publikation im Internet des Peterskirchhofs durch Harald Fester: "www.peterskirchhof.de"
2007 Die Jugendkulturkirche wurde am 2. Dezember 2007 eingeweiht, zwei Jahre später als ursprünglich geplant.
2014 Veröffentlichung überarbeiteter Informationen der Internetseite aus 2004.
   

© Harald Fester (2014)

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